Fr 14.
September
2012 • 21.00 Uhr • Herzogburg St. Veit/Glan
BOB GELDOF
Bob Geldof – vocals, guitar
John Turnbull – guitar
Alan Dunn – keyboards
Vince Lovepump – violin, mandoline
Pete Briquette – bass
Niall Power – percussion, loops
Jim Russell – drums
Seinen
Namen kennt jeder. Er ist allgegenwärtig; ein fester Bestandteil der
Geschichte der Popkultur, der kulturellen Landschaft der vergangenen
Jahrzehnte. Bob Geldof (60) – ein irischer Musiker, Journalist,
Schauspieler, Buchautor. Sein Image als Musiker unterscheidet sich
allenfalls minimal von dem Menschen, der sich dahinter verbirgt.
Schließlich hat ihm das ganze Getue und Gehabe, das "echte Rockstars" an
den Tag legen, noch nie etwas bedeutet. Allein der Gedanke daran war ihm
zuviel. Im Jahr 1976 – vor 36 Jahren also – sagte er, dass er seine
Bekanntheit dafür nutzen wolle, um Menschen zu erreichen und Dinge zu
bewegen, um Themen anzusprechen, die ihn bewegen. Kein Mensch wird
behaupten, dass er diesen Plan im Laufe der Zeit aus den Augen verloren
hätte. In seinen Songs präsentiert er sich genauso schonungslos und
direkt, wie bei seinen Auftritten im Fernsehen oder wenn er mal wieder
Politikern die Stirn bietet.
Geldof wurde von der britischen Queen Elizabeth II. zum Ritter
geschlagen, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, wie 2006 den Echo für
besondere musikalische Leistungen, sowie den Amadeus Austrian Music
Ward. Wir alle kennen seine Verdienste zum Live Aid Konzert 1985, Band
Aid und Band Aid II in den Jahren 1989 und 2004 zugunsten der hungernden
Bevölkerung Afrikas. Und die unzähligen Hilfs-Projekte, die er mit
Musiker-Kollegen wie Sting, Eric Clapton, Phil Collins und Bono ins
Leben rief. 2005 organisierte er eine Neuauflage von Live Aid, die
Live-8 Konzerte, die neben dem Londoner Hyde Park parallel an acht
weiteren Orten der Welt, in Afrika, Europa, USA und Kanada, stattfanden.
Bob Geldof ist in erster Linie Musiker, benutzt die Bühnen der Welt
dazu, seine Ideen umzusetzen. Um zu helfen, wo Hilfe dringend benötigt
wird.
Seine Musik-Laufbahn startete er 1975 in Dublin. Schon ein Jahr später
zog es den Sänger und Gitarristen nach London, wo er mit den „Boomtown
Rats“ erste große Erfolge feierte. Es folgten viele anspruchsvolle
Songs, in denen er von Blues bis Rock, von Punk bis Pop sämtliche
Register zog. Bob Geldof war immer musikalisch präsent. Ob mit Band oder
als Solo-Künstler. Und doch klingt er, immerhin eine der wenigen
New-Wave-Legenden, die noch immer aktiv sind, auch heute noch genauso
aktuell, ehrlich und eindringlich wie im Jahr 1975. Nur klingen seine
Kompositionen heute irgendwie noch tiefgründiger, emotionaler und "von
Herzen kommender".
Sein aktuelles Album „How To Compose Popular Songs That Will Sell“ ist
wiederum ein Meisterstück mit viel Herz und Verstand. Der Zuhörer fühlt
sich automatisch wie einer von diesen Weinkennern, die genüsslich
schmatzend dasitzen, und das Bouquet und die Aromen rausschmecken. Nur
handelt es sich hier immer noch um Popmusik, und man fühlt und hört so
ziemlich alles von den Swingle Singers bis Captain Beefheart raus, um
zwischendurch noch bei Nick Drake, Hot Chocolate und George Harrison zu
landen!
Geldof kommt mit 6-köpfiger Band, und er übertreibt nicht, wenn er sagt,
dass seine Band zu den besten Combos Großbritanniens gehört. Bassist
Pete Briquette gehört seit Boomtown-Rats-Zeiten dazu, Gitarrist John
Turnbull spielte bei Ian Dury, den Eutythmics und mit Londonbeat. Vince
Lovepump ist ein wahrlich erstaunlicher Geiger, dazu kommen Alan Dunn (keys),
Niall Power (perc) und Jim Russell (drums), die immer wieder solistische
Glanzpunkte setzen.
Zitat des renommierten Hamburger Abendblatt: "Am Ende steht der ganze
Saal, klatscht den Rhythmus, und die Band gibt Gas, als gäbe es kein
Morgen mehr."