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Die Leningrad Cowboys haben mit der gleichnamigen
russischen Metropole so wenig zu tun, wie die Österreicher mit der christlichen
Seefahrt! Sie kommen aus demfinnischen Helsinki, sind nicht nur skurril
anzusehen, sondern sind auch großartige Musiker!
Es begann als fiktive Band, die 1989 für den Kultfilm der Regie-Ikone Aki
Kaurismäki „Leningrad Cowboys Go America“ ins Leben gerufen wurde. Der Kern der
Truppe entstand aus der finnischen Band „SleepySleepers“, die sich schon 1975
dem Punkrock verschrieben hatte. Im Laufe der „Cowboy“-Zeit wurde daraus ein
16-köpfiges Show-Ensemble das alle Register der purenUnterhaltung zieht.
Mit ihren überdimensionalen Haar-Tollen und 50-cm Schnabel-Schuhen erreichten
sie weltweit Kultstatus.
Ihre Musik zieht sich durch alle Sparten der Moderne. Neben Eigenkompositionen
wird gecovert, was der Ton hält. Die Bandmitglieder sind an verschiedensten
Instrumenten zu erleben, die bewusst eigenwillig eingesetzt werden. Da geht’s
von purer Traurigkeit blitzartig über in die rasante Polka. Mal stehen die
Musiker stoisch da ohne eine Miene zu verziehen, dann hopsen und albern sie
wieder wild herum. Mit ihrem speziellen Sound, einem unvergleichlichen Äußeren,
origineller Bühnendekoration plus aufsehenerregender Auftritte, haben sie sich
als Gesamtkunstwerk geschaffen und liefern eine unvergessliche Show. Wer hat’s
erfunden? Nein, nicht die Schweizer, sondern die Finnen!
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