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Canadian Brass war ein
Begriff. Die Haller Stadtpfeifer mit 2
Trompeten, Posaune, Horn und Tuba
(Bassposaune) hatte man
schon live erfahren
und kennen gelernt. Und lieben gelernt.
Deren Musik, versteht sich.
Auf dem Programm
standen „The entertainer“, „When the Saints“
und “Just a closer walk“. Klingt gar nicht
mal schlecht. Nicht das erste oder das
zweite, aber das fünfte Mal.
Trocken beurteilt:
„Ausbaufähig“.
Euphorisch: „A
Wahnsinn“.
Tage, Wochen und
Monate vergingen. Weder taten- noch
erfolglos.
Viel Probenarbeit und
viel versprechende Auftritte sorgten für
Motivation, Eifer und Lust auf mehr Musik –
die Droge begann zu wirken. Die Entwicklung
gleicht der eines Babys zum Kinde. Den
anfänglichen Gehversuchen folgten erste
Experimente. Schlagzeug und E-Bass als
Ergänzung – weil halt der Rhythmus so viel
leichter geht.
Und das Tempo sowieso.
„Cooler, nicht
alltäglicher Sound“, haben viele gemeint.
Und so meinten wir das auch. Experimentiert
wurde auch in der
Besetzung der Backline.
Nicht, weil man es wollte, sondern weil man
es musste. Die Tuba wurde ausgetauscht,
E-Gitarre kam hinzu. Ein Trompeter wurde
ausgetauscht, um letztlich wieder
hinzuzukommen. Die Programme wurden mit
einem
Schuss Humor versehen;
der geht den Anras Brassern übrigens (Dank
ihrer Gene) leicht von der Hand.
Am Ende stehen 9
Musiker mit einem Ziel: „More bluegrass
brass“.
Oder: So schön kann
„Tuten“ (langes „u“) sein.
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