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Der kleine Mann hat etwas
Schelmenhaftes in seiner Musik, etwas
Unberechenbares, etwas Mystisches gar, das nicht
immer fassbar scheint. Es ist nicht allein diese
Mischung aus opulenter Folklore und Freejazz,
Klassik und Jazz, Orient und Okzident,
Populistischem und Exzentrischem, mit der Harry
Tavitian das Publikum zum Erstaunen bringt.
Es ist diese unsägliche
Balance aus Ernst und Unernst, mit der der
rumänische Komponist Widersprüchliches
zusammenbringt und für helle Irritation sorgt. Und
dort, wo sich in seinem virtuosen – oft knallbunt
theatralischen – Expansionsdrang so manche Melodie
anbietet, erweist sich die Versöhnlichkeit als
trügerisch.
An Originalität ist der
55jährige Rumäne aus Constanta damit am ganzen
Balkan nicht zu übertreffen. Der ausgefuchste
Pianist, der auch als feiner Flötist seinen breiten
Horizont erkennen lässt und sich selbst als
levantinischen Musiker bezeichnet, mag wohl
vornehmlich vom freien Jazz infiziert worden sein.
Am deutlichsten wird das, wenn
sein Orient Express mit seinem ethnisch starken
Charakter vor Spiellust auszurasten scheint.
Opulenter wohl kaum eine Band am Balkan zu klingen
vermag.
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