Christoph Ransmayr, 1954 in
Wels/Oberösterreich geboren, studierte in Wien und lebt und arbeitet
in West Cork/Irland, am oberösterreichischenTraunsee und in Wien.
Seine Romane wurden in mehr als dreißig
Sprachen übersetzt.
»Der fliegende Berg« ist die Geschichte zweier
Brüder, die von der Südwestküste Irlands in den Transhimalaya, nach
dem Land Kham und in die Gebirge Osttibets aufbrechen, um dort wider
besseres (durch Satelliten und Computernavigation gestütztes)
Wissen, einen bislang unentdeckten, namenlosen Berg zu suchen,
vielleicht den letzten Weißen Fleck der Weltkarte.
Auf ihrer Suche begegnen die Brüder nicht nur
der archaischen, mit chinesischen Besatzern und den Zwängen der
Gegenwart im Krieg liegenden Welt der Nomaden, sondern auf sehr
unterschiedliche Weise auch dem Tod.
Nur einer der beiden kehrt aus den Bergen ans
Meer und schließlich in ein Leben zurück, in dem er das Rätsel der
Liebe als sein und seines verlorenen Bruders tatsächliches, lange
verborgenes, niemals ganz zu vermessendes und niemals zu eroberndes
Ziel zu begreifen beginnt.
Verwandelt von der Erfahrung, ja der
Entdeckung der Wirklichkeit, macht sich der Überlebende am Ende ein
zweites Mal auf den Weg.
Den Geschichten dieses Erzählers zu folgen,
bedeutet am Gipfel des Everest die atlantische Brandung zu hören.
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