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Geboren am 8.2.1946
in Klagenfurt, besuchte allda die Grundschule, das humanistische
Gymnasium und das Landeskonservatorium.
Begann 1966 mit dem Verfassen längerer Prosa, 1969 erschien sein erstes
Buch „Geometrischer Heimatroman“ . Zwischen 1977 & 1982 erschien seine
Romantrilogie „Schule der Geläufigkeit“, „Der ferne Klang“ und „Erwachen
vom großen Schlafkrieg“.
Schreibt seit 1990 auch für das Theater.
Stückauswahl: „Sanftwut oder Der Ohrenmaschinist“ (90),
„Opus 111“ (93), „Es singen die Steine“ (98),
„Chorphantasie“ (03), „Die versunkene Kathedrale“ (05).
Vielfach ausgezeichnet, u. a. „Ingeborg Bachmann-Preis“ (77),
„Großer Österreichischer Staatspreis für Literatur“ (02), „Kleist-Preis“
(05).
Lebt und arbeitet in Wien oder in einem Eisenbahnabteil.
„Mein lieber Freund! Letztens wollte ich meiner kleinen Enkelin
demonstrieren, dass das spezifische Gewicht des Wassers ein Gramm pro
Kubikzentimeter ist. In unserer Strandhütte entnahm ich "Deinem"
Wörthersee einen Liter. Er wog statt einem Kilogramm nur fünfundneunzig
Dekagramm. Entweder ich spinne oder unsere Wasserwaage ist nicht ganz in
Ordnung.“
In Gert Jonkes Realitäts-Vermessungen sind die Abweichungen von der
Realität oftmals sehr gering, aber immer spezifisch. Es sind
Vermessungen im doppelten Sinn: Sie schreiten mit einer bisweilen
komischen Detailversessenheit ihr Gebiet ganz aus
und lassen keine noch so unwahrscheinliche Eventualität unbedacht-und es
sind Fehlmessungen, die die Mängel der uns zur Verfügung stehenden
Wahrnehmungsinstrumente, der mechanischen wie organischen, aufs
Genaueste tarieren.
Insofern ist es nicht ganz unpassend, die Lesung im Rathaushof als
Geburtstagslesung zu bezeichnen, auch wenn der Dichter 60 18/52 sein
wird, zumal es 2006 Jonkes einzige Lesung in Kärnten bleiben wird.
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